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Weihnachtssingen 2011 der St.-Johannes-Chorknaben


Schwäbische Zeitung Bad Saulgau, 30. Dezember 2011,
Foto: Wolfgang Lohmiller

 


Jahreskonzert 2011


Schwäbische Zeitung Bad Saulgau, 17. November 2011,
Foto: Rudi Multer


Schwäbische Zeitung Bad Saulgau, 17. November 2011

 


Chorferien 2011


Schwäbische Zeitung Bad Saulgau, 5. Oktober 2011,
Foto: Matthias Schweizer

 


8.BWMFT in Calw


Schwäbische Zeitung Bad Saulgau, 28. September 2011,
Foto: Matthias Schweizer

 


40 Jahre Förderverein der St.-Johannes-Chorknaben


Schwäbische Zeitung Bad Saulgau, 1. Juli 2011,
Foto: Rudi Multer

 


Treffen mit den Rottenburger Domsingknaben


Schwäbische Zeitung Bad Saulgau, 7. Juni 2011,
Foto: Thomas Riedel, Rottenburg

 


Das war 2010...


Schwäbische Zeitung Bad Saulgau, 24. Dezember 2010,
Zeichnung: Wolfgang Schmid

 


Jubiläum 50 Jahre Chorknaben


Schwäbische Zeitung Bad Saulgau, 29. Oktober 2010

 


Gedenkgottesdienst Josef Ruf


Schwäbische Zeitung Bad Saulgau, 11. Oktober 2010

 


Chorferien 2010


Schwäbische Zeitung Bad Saulgau, 18. Februar 2010

 


Erfolgreiche Chorknaben - Teil 2


Schwäbische Zeitung Bad Saulgau, 14. September 2010

 


Erfolgreiche Chorknaben - Teil 1


Schwäbische Zeitung Bad Saulgau, 6. September 2010

 


Interview mit dem Fördervereinsvorsitzenden Gustav Strobel


Schwäbische Zeitung Bad Saulgau, 31. Juli 2010

 


BimBamBall


Schwäbische Zeitung Bad Saulgau, 18. Februar 2010

 


Nikolausmarkt


Schwäbische Zeitung Bad Saulgau, im Dezember 2009

 


Jubiläumskonzert St.-Johannes-Chorknaben am 8.11.2009 -

Sänger und Orchester begeistern


Schwäbische Zeitung Bad Saulgau, 11.November 2009

 


Hugo Birkhofer feierlich verabschiedet


 


Hugo Birkhofer gibt Chorleitung ab

Nach 43 Jahren Chorleitung hat Hugo Birkhofer sein Amt bei den St.-Johannes-Chorknaben Bad Saulgau abgegeben. Für die nächsten Monate hat Volker Braig, selbst aus den Chorknaben hervorgegangen, die Leitung des Knabenchores kommisarisch übernommen.

Die offizielle Verabschiedung von Hugo Birkhofer findet im Rahmen des Festgottesdienstes zum Kirchenpatrozinium am 28.Juni 2009 - dem Namenstag der St.-Johannes-Chorknaben - statt. Der Festgottesdienst beginnt um 10:30 Uhr.




Die Chorknaben ziehen alle Register

Eine geglückte Mischung aus gregorianischer Chorliteratur und Kirchenmusik der Romantik haben Hugo Birkhofer und Volker Braig für ein voradventliches Konzert der "Sankt Johannes Chorknaben" zusammengestellt. Die vielen Zuhörer überschütteten Dirigenten, Organisten und natürlich die Sänger mit Beifall.

BAD SAULGAU (sz) Schon der Konzertbeginn war beeindruckend. Durchs Hauptportal schritt eine nicht enden wollende Reihe von Sängern zum Altarraum. Angeführt wurde sie von acht Choristen, die im Wechsel mit dem Gesamtchor acapella - ohne Instrumentalbegleitung - den gregorianischen Choral "Venite, adoremus" intonierten.

Im abgedunkelten Kirchenraum fühlte man sich fast in ein Kloster des Mittelalters versetzt, der Blütezeit der Gregorianischen Gesänge, als die Mönche viele Stunden am Tag die Liturgie sangen. Auch die St. Johannes Choristen unter der Leitung von Matthias Burth lösten sich mehrere Male aus dem Gesamtensemble und schufen mit Chorliteratur aus der Gregorianik spannende Gegensätze zum Konzertschwerpunkt, Kirchenmusik aus der Romantik.

Während Volker Braig vorwiegend im ersten Teil des Konzerts engagiert Chorsätze von Felix Mendelssohn-Bartholdy und Josef Gabriel Rheinberger dirigierte, brillierte er im folgenden an der großen Orgel mit Kostproben aus Olivier Messiaens "Livre du Saint Sacrament".

Hugo Birkhofers Dirigierpart begann mit Franz Schuberts "Deutscher Messe". Er hatte mit den "Chorknaben" eine subtile Interpretation erarbeitet, in der sie ihre Stärken in die Waagschale werfen konnten: Präzise Einsätze, variables Stimmvolumen, das nahtlos von forte zu pianissimo wechselte, changierende Klangfarben zwischen getragen, bewegt und strahlendem Jubel. Besonders anrührend gelang ihnen das Eingangslied der Messe "Wohin soll ich mich wenden" sowie ein kraftvoller Schluss der Schubertsequenz "Tantum est". Lange schon singen bei den Chorknaben nicht nur Kinder. Eine entsprechende Schola gibt es, und die Buben standen in ihren weinroten Pullis und grauen Hosen stolz in vorderster Front. Sie überraschten mit einer guten Zahl tragfähiger Sopranstimmen, die selbst in hohen Tonlagen Strahlkraft bewiesen. Angehende "Jungmänner", dem Stimmbruch gerade entwachsen, sangen die Register des "Altus". Auch diese Stimmlage wurde von Birkhofer und Braig gemeinsam mit Stimmbildnerin Edith Schnebel sensibel zu Stimmsicherheit und Tragfähigkeit ausgebaut.

Damit gehört der "Altus" ebenso zu den Stützen des Chors wie Bässe und Tenöre der "gestandenen Sänger". Gemeinsam prägen sie den "Sound" der "Johanneschorknaben", wie er im letzten Chorsatz des Programms, "Es wird ein Stern aus Jakob aufgehn" von Mendelssohn-Bartholdy nochmals aufs Schönste erlebbar wurde. Natürlich erklatschte sich das Publikum eine Zugabe, das mächtige "Ehre sei Gott in der Höhe", bevor es Blumengebinde gab für die beiden Dirigenten, Edith Schnebel und Matthias Burth. Ihm oblag nicht nur die Gregorianik, sondern die gesamte Begleitung des Chors an der kleinen Orgel, eine Aufgabe, die er mit Bravour erledigte.

Schwäbische Zeitung Bad Saulgau, 19.November 2003

 

40 Jahre Sankt-Johannes-Chorknaben in Bad Saulgau

Seit nunmehr 40 Jahren bereichern die Chorknaben aus Bad Saulgau die Musiklandschaft Oberschwabens. Hugo Birkhofer leitet den Chor seit Anbeginn ehrenamtlich. Ihm zur Seite steht seit einiger Zeit Volker Braig. Die Saulgauer können sich zusammen mit den Rottweilern und Freiburgern neben den berühmteren Regensburgern und Tölzern durchaus behaupten. Ein heller metallener Klang kennzeichnet den Dikant, Alt wie Tenor und Bass treten mit etwas wärmerem Klang hinzu. Es ist vor allem der Begeisterungsfähigkeit ihres Gründers Hugo Birkhofer zu danken, dass die Mitglieder auch nach ihrer aktiven Zeit ein enges Zusammengehörigkeitsgefühl verbindet. Wie ansteckend diese Begeisterung ist, zeigt sich in den Konzerten, in denen gerade der jungen Generation beinahe spielerisch der Geist klassischer Kirchenmusik vermittelt wird. Es gibt in Saulgau auch eine Mädchenkantorei, aus der schon manche Nachwuchssängerin hervorgegangen ist. Schon zehn Jahre währt die Zusammenarbeit mir dem Originalklang-Ensemble La Banda. Hugo Birkhofer erinnert sich, dass den Chormitgliedern 1997 förmlich der Mund offenstehen blieb, als man gemeinsam mit La Banda den Eingangschor des Bach'schen Weihnachtsoratoriums anstimmte. Nach diesem Erlebnis waren sich alle einig: So muss es klingen! Vorher hate man mit konventionellen Klangkörpern zusammengearbeitet. Prägend war für Birkhofer, ohne allerdings dessen Unterricht genossen zu haben oder direkten Kontakt zu ihm zu pflegen, die Persönlichekit Nikolaus Harnoncourts.
Im Zentrum der Arbeit stehen neben der A-Cappella-Literatur die großen Oratorien; ein Schwerpunkt liegt auch auf der katholischen Kirchenmusik der Wiener und Salzburger Klassik. Mit Messen und Psalmvertonungen von Mozart, Joseph und Michael Haydn knüpft man, bewusst oder unbewusst, an die Regionalgeschichte an, stand doch Saulgau als Teil der vorderösterreichischen Lande bis 1806 direkt unter habsburgerischem Einfluss. Heute noch findet sich im Rathaus ein Portrait Kaiserin Maria Theresias, und irgendwie, findet der Schreiber dieser Zeilen, passt diese Musik besonder gut zu diesem Chor und seinem lebensfreudigen Leiter, mag auch der schlichte gotische Chorraum von St.Johannes architektonisch mit dem Geist des 18.Jahrhunderts kontrastieren. Zum Jubiläum erklang Michael Haydns spätes, zum Geburtstag Kaiser Franz II. geschriebenes Te Deum in seiner festlichen Pracht: ein Werk aus einem Guss mit hymnischen Chören und einer kunstvollen Schlussfuge. Daneben kamen Mozarts Credo-Messe und einige andere seltener gehörte Werke zur Aufführung, und gemäß der Salzburger Tradition wurde eine Mozart'sche Kirchensonate als Bindeglied eingefügt. In diesem Jahr zeigen die Wegweiser nach Dresden: Bach, Schütz und Homilius werden im Mittelpunkt der Arbeit stehen.

Hans-Jürgen Becker: Artikel 'Unter den Augen Maria Theresias' aus CONCERTO - Das Magazin für Alte Musik, Juni/Juli 2007

 



Homogener Chorklang bestätigt die Chorleiter

Als Besucherin des Konzertes der St.-Johannes-Chorknaben möchte ich ergänzen: Das Programm stelte hohe Anforderungen an die Chorsänger, vor allem bei der schwierigen Bachmotette "Lobet den Herrn alle Heiden". Auffallend waren hierbei die gute sprachliche Diktion, die große Konzentration und Prägnanz bei den fugen artigen Einsätzen sowie die gute Durchhörbarkeit der Stimmen. Die erfolgreiche Arbeit der Stimmbildung zeigte sich vor allem in den strahlenden Knabenstimmen und im homogenen Chorklang. Beim Schlusschor aus "Der Messias" kam nochmals das prägnante Zusammenspiel zwischen Chor und Orchester zum Ausdruck. Der lang anhaltende Applaus möge den beiden Chorleitern und der Stimmbildnerin eine Bestätigung ihrer Arbeit mit dem Chor sein.

Leserbrief zum Konzert der St.-Johannes-Chorknaben (Gudrun Heinzelmann, Allmannsweiler) zum Jahreskonzert 2007

 



Junge Stimmen machen große Musik

BAD SAULGAU - Die St. Johannes-Chorknaben bereiten sich auf ihr großes Konzert am Sonntag, 16. November, in der St. Johannes-Kirche vor. Für die 115 Sänger des Chores und vor allem für die beiden Chorleiter Hugo Birkhofer und Volker Braig bedeuten die Tage vor dem großen Auftritt Schwerstarbeit. Die "Schwäbische" schaute hinter die Kulissen einer Chorstunde.

Von unserem Redakteur Rudi Multer

Montag, Punkt 18.30 Uhr, im Saal des katholischen Gemeindehauses. 40 Buben zwischen acht und 13 Jahren schwirren lautstark auf dem blank polierten Parkett umher. Am Klavier steht ein verschmitzt lächelnder Hugo Birkhofer am Flügel. Noch ist Toben erlaubt. Doch wenige Minuten später herrscht Ruhe im Bienenschwarm. Die 40 jüngsten Sänger des Chores sitzen auf Stühlen im Halbkreis um Flügel und Chorleiter. Es beginnt mit einem dicken Lob. "Ihr waret gut am Samstag." Samstag war Probensamstag, die großen Gesamtproben vor dem großen Konzert. "Do hond er g'merkt was für Schläg' dia Musik tuat, dass d' Fenster wacklet", sagt der Chorleiter zu seinen Sopranisten. Die jüngsten Sänger im Alter bis zum Stimmbruch bewältigen die höchste Stimmlagen im Chor. Zusammen mit Altus, Tenor und Bass wächst der Gesamtchor auf 115 Sänger an. Stimmbildnerin Edith Schnebel gehören die ersten fünf bis zehn Minuten. Mit verschiedensten Lautverbindungen erklimmen die Sänger nach und nach die höchsten Töne. Dann geht's an die eigentliche Arbeit fürs Konzert. Das Te Deum, das Großer Gott wir loben dich steht auf dem Proben-Programm. Joseph Haydn hat es für die Kaiserin Marie-Therese geschrieben. Zuerst ist ein Ausflug in die Geschichte des Werks angesagt. Nein, es geht nicht um die Maria-Theresia, "bei uns der hinter d'r Kirch", sondern um die Frau von Kaiser Franz. Und warum der ungarische Fürst Esterhazy "narret" war, weil sein berühmter Hofkapellmeister ein großes Werk für die Kaiserin widmete, bekommen die Chorknaben gleich mit auf den Weg. Es ist eines der Stücke, die am 16. November_zu hören sein werden. Das Salve Regina und die Missa in Angustiis, die so genannte Nelson-Messe von Joseph Haydn stehen ebenfalls auf dem Programm. Immer wieder klingt in der Probe nur das Klavier. Der Part der Solisten muss so überbrückt werden. Ingeborg Schöpf, Sopran, aus Dresden, Waltraud Flatscher, Alt, aus Friedrichshafen, Markus Müller, Tenor, aus Duisburg und Thomas Unger, Bass, aus Coburg werden im Konzert diese Teile übernehmen. Für die beiden männlichen Solisten ist es ein Wiedersehen mit dem Chor. Vor ungefähr dreißig Jahren saßen Thomas Unger und Markus Müller dort, wo heute die jungen Chorknaben sitzen. Und damals wie heute stimmt der Chorleiter in seiner unnachahmlichen schwäbischen Klarheit die Sänger auf die Musik ein: "Do missat "r richtig neinagle", macht er Mut für Haydns große Emotionen, Empfindungen und sein tiefes Gottvertrauen. Manchmal wird die Musik zur Lebenshilfe. So wird der musikalisch betonte Satz "no confundar in aeternum", (was auch kommt, ich komme in Ewigkeit nicht zu Schanden), intensiv geübt und durchgesprochen. Und Hugo Birkhofer erzählt von einem Chorknaben, der auf die schiefe Bahn geraten war, im Gefängnis gelandet ist und ihm erzählt hat, dass ihm gerade dieser Satz aus der Haydn-Messe geholfen hat, wieder auf die Beine zu kommen. Mit "Dona nobis pacem" hat Haydn gegen die Napoleonischen Kriege angeschrieben. Und er hätte auch heute Grund zu dieser Komposition. "Das ist hochaktuell", deutet Hugo Birkhofer auf die Verbindung mit modernen Kriegen. Nach der Probe schwirrt's wieder im Gemeindehaus. "Was ist denn das", schimpft Edith Schnebel, als die Notenblätter ungeordnet auf den Flügel flattern. Aber da ist der größte Teil des Bienenschwarms schon außer Hörweite. Die Jungs können nicht nur gut singen, sondern nach dem Stillsitzen auch verdammt schnell rennen.

Schwäbische Zeitung Bad Saulgau, 27.Oktober 2003

 



Vielfalt und Virtuosität Mozarts konzertant umgesetzt

BAD SAULGAU - Es ist erstaunlich, mit welcher Vielfalt und Virtuosität Wolfgang Amadeus Mozart auch gerade in der Kirchenmusik Werke zu schaffen verstand, die stets einem hohen konzertanten Anspruch gerecht werden. Eben diesen eingelöst zu haben, muss als hoher Verdienst angerechnet werden, wenn Hugo Birkhofer mit seinen Johannes-Chorknaben am vergangenen Sonntag in der Bad Saulgau Stadtkirche konzertierte.

Von unserem Mitarbeiter Reinfried Gantner

Zu Beginn sang der Chor "Veni Sancte Spiritus", KV 47. Diese "Antiphone zum heiligen Geist", eine Schöpfung des damals zwölfjährigen Mozart, zeigt bereits die bewunderswerte Reife eines Musikers, dessen Genialität die Wertbeständigkeit aller seiner Opern garantiert. Das nun hier bestimmt und trotzdem sorgfältig begleitende Orchester "La Banda" war dann auch im Nachfolgenden den Intentionen des Dirigenten ein wertvoller Helfer.

Mit KV 76, der ersten der drei im Programm aufgeführten Kirchensonaten, zeigte dieses "Ensemble mit historischen Originalinstrumenten des 18.Jahrhunderts" auch ohne präsenten Dirigenten die wohlige Geschlossenheit eines künstlerisch gestaltenden Willens. Dabei stellte sich jede dieser kurzen Epistelsonaten in anderem Lichte dar, das wesentlich zur kontrastreichen Farbgebung der vorgetragenen Kirchenmusik beitrug.

Kontrapunkte hierzu wiederum: KV 34, "Scande coeli limina", KV 72 "Inter natos mulierum" und schließlich "Regina coeli" (KV 276), Offertorien beziehungsweise marianische Antiphon der Osterzeit. Das Solisten quartett vermochte diesem knappen Vokalwerken nahezu eine exemplarische Bedeutung zuordnen. Der schlanke, sympathisce und solide Bass von Thomas Unger, der dezent zurückhaltende Tenor Ulrich Müller-Adams, die angenehme Altstimme der Waltraud Flatscher, letztlich der kunstvoll geführte Sopran von Silke Schwarz, alls vier entwickelten eine gesangliche Dynamik, die parallel lief mit derjenigen des stattlichen Chorknaben-Ensembles. Orgelmusiker Volker Braig leitete noch die kleine, sechsköpfige Chorschola des St.-Johannes-Knabenchors bei zwei Gregorianischen Gesängen und mit dem Dirigat des "Offertorium festo Sancti Benedicti", KV 34, gelang ihm eine der Mozartschen Musik adäquate Deutung.

Die so genannte "Krönungsmesse", KV 317, für Soli, Chor, Orchester und Orgel, stellte das Finale. Der Gebetsausdruck des "Kyrie", des "Credo" und auch das fein anhebende und dann glamourös endende "Agnus Dei" schienen der künstlerischen Verwirklichung einer Messe als Gottesdienstmusik besonders zu entsprechen. Diese drei Teile spiegelten ausdrucksvolle Ausgewogenheit, dynamische Schattierungen und Überzeugungskraft, die Dramatik, aber auch die "Seligkeit" der Musik Mozarts kam hier geistvoll zum Tragen.

Die Vokalstimmen der Solisten wie auch des Chores, klangen hell, nicht lastig voluminös, die qualifizierten Instrumentalisten spielten geschmeidig. Damit fand ein würdevolles Konzert einen geziemenden Abschluss, dem auch vielleicht gut gemeinte, dennoch völlig unplatzierte Bravopfiffe nichts anhaben konnten.

Schwäbische Zeitung Bad Saulgau (2002), zum Jahreskonzert am 17. November 2002